Kennzeichnung

Das Fest der ungesäuerten Brote, das da Ostern heißt. Das Abendmahl.

Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folgt ihm nach in das Haus da er hineingeht, und saget zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist das Gemach, darin ich das Osterlamm essen kann mit meinen Jüngern?

Die dreizehn Stühle

Dreizehn Stühle, hohe Stühle aus geschmiedetem Eisen, bilden das Abendmahl in einem großen Saal. Sechs Stühle links, sechs Stühle rechts – ein Stuhl am Kopf der Tafel. Die Tafel ist eine schwarze Metallplatte, eine schmale lange Bahn.  Alle hohen Stühle sind gleich gestaltet...

Er aber sprach zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen und ihre Mächtigen heißet man gnädige Herren. Ihr aber nicht also! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie ein Diener.

...auch der dreizehnte am Kopf der Tafel. 

Denn welcher ist größer: der zu Tische sitzt oder der da dient? Ist’s nicht der, der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener.

Jedem Stuhlgestell liegt in allen geschmiedeten Elementen das Quadrat zu Grunde, das Viereck mit rechten Winkeln und gleichen Seiten.  Der Hochstuhl ist nur ein Skelett, das der Form des Stuhles Raum gibt! Er ist schwer und standhaft, doch zum Sitzen ist er nicht geeignet. Keine Sitzfläche gibt Halt, kein Rückenpolster schafft Behaglichkeit. Nichts lädt zum Platz nehmen ein. Es sind die Stühle für ein letztes Abendmahl. Ein Abendmahl, das längst stattgefunden hat!  Der Saal ist da, die Tafel ist da, dreizehn Stühle sind da, von der Form und vom Volumen. Doch der Besucher bleibt Betrachter, kann nicht direkt an  diesem Abendmahl teilhaben. Hat nur ein Besuchsrecht, dass ihm Erinnerung bringen soll an das Fest der ungesäuerten Brote.

Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir’s mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt an meinem Tische in meinem Reich und sitzen auf Thronen.

Hier wird also mit der Installation allen Christen und christlich Erzogenen eine bekannte Situation vor Augen geführt. Als Mahnung für den eigenen Weg unter den Mächtigen und Dienern. Als Hinweis auf kommende Tische und edlere, bequeme Stühle für ein gerecht gelebtes Leben.

Petrus Jakobus Johannes Andreas Philippus Bartholomäus Mathäus Thomas Jakobus der Jüngere Judas Thaddäus Simon Zelotes Judas Ischariot Jesus

Die zwölf Jünger

Jeder der zwölf Jünger steht für einen der zwölf unbesetzbaren Plätze. Es sind dies: Simon Petrus, Jakobus der Ältere, Johannes, Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus der Jüngere, Judas Thaddäus, Simon Zelotes und Judas Ischariot.  Jedem Jünger ist an der Tafel ein Signal zugeordnet, das seinen Platz kennzeichnet. 

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Beitrag Nr.1 vom 16. 06. 2009 um 20:46:19
Alexander Schimpf

Ein großartiges Projekt

Ich möchte allen Beteiligten meinen Respekt aussprechen. Was Herr Eikel und Herr Weber hier geschaffen haben geht anscheinend weit über die Wahrnehmungs-Ebene unserer bundesdeutschen Amtsschimmel hinaus. Schade eigentlich!

Beste Grüße aus dem Süden der Republik, Alex