Für Simon Petrus ist das neben dem Schlüssel ein Stück Fels, der Fels, auf den die Gemeinde gebaut werden soll. Wobei der Fels, der Stein, auch für das Wurfgeschoss des David stehen kann, eine Waffe der scheinbaren und tatsächlichen Ohnmacht, und als Symbol der Gerechtigkeit... der werfe den ersten Stein.
Das Freilegen eines frühmittelalterlichen Steinbruchs aus dem 11. Jahrhundert gibt Aufschluss über eine bislang unbekannte Seite Paderborns.
Der Steinbruch am Köttenhagen ist eine 50 m breite und 14 m tiefe Grube an der Domburgmauer, östlich des Paderborner Rathauses. Aus dem gebrochenen Stein ließ Bischof Meinwerk seine imposante Residenz schaffen – Kaiserpfalz, Dom, Bischofspalast und Domburgmauer.
Gleichzeitig entstand eine wirksame Verteidigungsanlage, ein tiefer Graben, wie ihn andere westfälische Domburgen nicht hatten.
Als Paderborn wuchs und in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine äußere Stadtbefestigung erhielt, wurde mit dem Aushub der Bauarbeiten der Steinbruch verfüllt. Dort, wo einst die Grube war, errichteten Kaufleute ihre Fachwerkhäuser und Speicher aus massivem, feuerfestem Kalkstein. Mauerzüge dieser Lagerhäuser sind noch heute sichtbar.
Demnächst wird der historische Steinbruch ein zweites Mal verfüllt, um darauf etwas zu errichten.
Ossi Bühler, ein Bergsteiger aus dem Fränkischen, erfand den Bühlerhaken als Klebe-, Bohr- und Normalhaken sowie als Umlenker. Zudem dient der Bühlerhaken als Topropesicherung. Mit diesem umstrittenen Patent, das dem Erfinder selbst nicht zu größeren Reichtümern verhalf, gelingt es Kletterern und Klettergruppen, schwerste Kletterrouten zu durchqueren. Also steile Wände, Überhänge und Klippen zu überwinden. Umstritten war die Bühler-Erfindung, weil überall an interessanten Bergwänden Dutzende von Bühlerhaken zurückbleiben, die Natur somit verändert, das Besteigen technisch vereinfacht wurde, was die Erstbegeher verachteten. Die frühen Bergsteiger sprachen voll Stolz von „bühlerfreien“ Erstbesteigungen.
Ein solcher handgeschmiedeter Bühlerhaken trägt, in einem sogenannten Bühlerloch, nun den Fels des Simon Petrus.